Werkssäuberung:

Unter „Laist“ versteht der Salzbergmann, den vom „Himmel“ (Decke) eines Laugwerkes ausgelaugten Tonrückstand, der sich an der „Sohle“ (Boden) des Laugwerkes ansammelt. Dieser überwiegend tonige Lösungsrückstand bildet plastische, quellende Massen, die bei geringen Salzgehalten des Haselgebirges zu einem Zuwachsen des Lösungshohlraumes führen würden. Deshalb muss, je nach Reichhaltigkeit des Haselgebirges, der Laist aus dem Laugwerk regelmäßig entfernt werden. Bei dieser Werkssäuberung wird der festsitzende Laist mit der Lettenhaue aufgelockert und aus dem Laugwerk ausgefördert.

Eine wichtige Bauregel des Wässerungsbetriebes lautete, dass der Abstand zwischen der Werkssohle und dem Werkshimmel nie geringer als 1 Klafter (1,90 m) sein durfte. Nur so konnte das gewünschte Fassungsvolumen der Laugwerker sichergestellt werden.

Die Säuberung eines Werkes begann um den Püttenschacht oder den Sumpfkasten und verbreiterte sich gegen den Ulm (Werksrand). Die damit beschäftigten Arbeiter, die „Streifer“, kratzten den Laist mit dem „Streifereisen“ ab. Anschließend verluden die Werkbuben den Laist in Schubkarren („Radltruhen“), um ihn zum Püttenschacht zu transportieren und in die Kübel des Förderhaspels zu füllen.

Werkssäuberung mit Radltruhe, Kefer, 1836, Archiv Salinen Austria

Werkssäuberung mit Radltruhe über Sturzrolle, Kefer, 1836, Archiv Salinen Austria

Radltruhe, Manipulationsbeschreibung, 1807-1815, Archiv Salinen Austria

Besonders aufwendig war das nun folgende händische Aufhaspeln des Laistes mit einfachen Hornhaspeln. Die Hornhaspel wurden in der Regel von 2 Mann bedient. War der Kübel oben auf der Hornstätte angelangt, konnte er unmittelbar in die neben der erhöhten Hornstätte (Püttenherd) geschobenen Hunte umgefüllt werden. Zur bequemeren Verladung befand sich auf der Hornstätte stets ein Doppelgeleise.

Handhaspel, Manipulationsbeschreibung, 1807-1815, Archiv Salinen Austria

Laistförderung mit Handhaspel, Kefer, 1836, Archiv Salinen Austria

Das Ausfördern des Laistes geschah mit kleinen Spurnagelhunten, die man ober Tage auf Sturzgerüsten, die einem Rost ähnlich über vorbeifließenden Bächen errichtet wurden, entleerte. 

Laistverladung auf Spurnagelhunte, Kefer, 1836, Archiv Salinen Austria

Der ungarische Spurnagelhunt hatte nur etwa 0,15 m³Inhalt. Der Spurnagel war mit einer Friktionsrolle versehen, die im auf der Sohle verlegten hölzernen Gestänge geführt wurde.Die Räder bestanden aus hölzernen Scheiben, deren Felgen mit einem Eisenband beschlagen waren. Als einen Grund für die stark geneigte Stellung des Huntekastens und die dadurch bedingte Ungleichheit der Räder gab man an, dass sich bei gleicher Kapazität des Gefäßes der „Huntestösser“oder „Truhener“ weniger zu bücken brauchte.

Spurnagelhunt, Manipulationsbeschreibung 1807 - 1815, Archiv Salinen Austria

Truhener mit Spurnagelhunt, Kefer, 1836, Archiv Salinen Austria

Spurnagelbahn, Kefer, 1836, Archiv Salinen Austria

Die Werkssäuberung erforderte wegen der Armut des Haselgebirges und der großen Länge der Hauptschachtrichten am Ischler Salzberg einen besonders großen Personalaufwand.

Haldensturz, ober Tage, Kefer, 1836, Archiv Salinen Austria

Schon frühzeitig wurden Überlegungen angestellt, die Arbeit der Werkssäuberung zu rationalisieren.

Laistausschwemmung:

Der Ischler Bergzuseher Michael Kefer schlug 1824 vor, den Werkslaist nicht mehr aufwendig durch die langen Hauptschachrichten mit kleinen Spurnagelhunten auszufördern, sondern mit einer eigenen Anlage im Maria Theresia Stollen auszuschwemmen. Wegen der großen Länge der Maria Theresia Hauptschachtricht von 1.550 m waren 12 - 16 Truhener zum Ausfördern des Laists nötig. Ein Truhener konnte in einer 6 stündigen Schicht nur 2 bis 3 Mal zu Tage ausfahren. Für die, bei einer normalen Werkssäuberung anfallenden 1.700 m³ Laist hätte man 60 – 70 Wochen Zeit zum Ausfördern benötigt.

Die Wiener Hofkammer genehmigte bereits 1825 in Erwartung einer Einsparung an Betriebskosten die Errichtung einer Anlage zur Ausschwemmung der Säuberberge aus den Werkern der oberhalb des Maria Theresia Stollen gelegenen Abbauhorizonte.

Das Ischler Verwesamt begann sogleich, alle zur Laistausschwemmung nötigen Vorkehrungen zu treffen. Dazu gehörte die Verlegung einer großkalibrigen Holzrohrleitung über alle Schürfe, die Herstellung eines Rinnwerkes durch den Maria Theresia Stollen und die Zuleitung des nötigen Schlämmwassers aus den oberen Horizonten. Die Wasserzuleitung erfolgte von der neu angelegten Grabenbach – Klause über den neuen Einwässerungsschurf in den Elisabeth Stollen und durch dessen Hauptschachtricht bis zum Veiten-Schurf. Über den Veiten-Schurf ging die Wasserleitung auf die Ludovika-Hauptschachtricht hinunter und von dieser über den Erlach-Schurf auf die Josef- Hauptschachtricht. Dieser folgte nun die Wasserleitung stolleneinwärts bis zum Hintermayr-Schurf und über diesen hinunter auf die Theresia-Hauptschachtricht wo unmittelbar am Schurffuß die Laistschwemme installiert wurde.

Lageplan Laistausschwemmung Maria Theresia Stollen, 1828, Archiv Salinen Austria

Laistausschwemmung Maria Theresia Stollen, Kefer, 1836, Archiv Salinen Austria

Für das Laistausschwemmen waren folgende Arbeitsschritte notwendig:                                                          

Aus dem zu säubernden Werk wurde der Laist von den Truhenern zur Absturzhalde beim Ausschwemmungsplatz gefördert und auf eine 1,20 m tiefer liegende Ebene („Fassstatt“) abgestürzt. Die großen Steine, welche beim Aufhauen des Laistes von den „Laiststreifern“ im Werk gefunden wurden, förderte man nicht aus, sondern verschlichtete sie in einem Winkel des Werks. Besonders achtete man auch darauf, dass der Laist im Werk gut ausgetrocknet war, den zäher und lettiger Laist ließ sich nur schwer ausschwemmen.

Der auf die Fassstatt abgestürzte Laist wurde zerhauen, in den Zerrührtrog eingeschaufelt und dort mit einem eisernen Rechen aufgeschlämmt („zerrührt“). Der Zerrührtrog, in welchem das zur Laistausschwemmung nötige Wasser eingeleitet wurde, war 1,69 m lang, 34 cm breit und 42 cm tief. Der Trog war außen mit starken eisernen Ringen beschlagen und der Trogboden mit starkem Pfannenblech ausgefüttert.

Der Wasserzufluss in den Zerrührtrog erfolgte über einen hölzernen Strehn mit 16 cm Rohrweite. Abflussseitig war ein eiserner Rechen mit 3 Stück dreiseitigen Stäben montiert. Der Stababstand lag bei 4 cm. Damit konnten größere Steine, die die Ausschwemmung des Laistes gehemmt hätten, aufgehalten und mit einer dreizackigen eisernen Gabel ausgeschaufelt werden. Diese Steine, im Schnitt 2 – 3 Truhen pro Schicht, wurden von einem Truhener nach ober Tage ausgefördert.

Das Zerrühren des Laistes war, besonders wenn dieser zäh und lettig war, eine körperlich besonders anstrengende Arbeit. Deshalb waren dazu 2 kräftige Arbeiter beschäftigt, die sich gegenseitig abwechselten. Für das Zerkleinern und Einschaufeln des Laistes waren 3 Werkbuben vorgesehen, von denen je zwei arbeiteten und der dritte sich erholen konnte.

Auf diese Art und Weise konnten pro Schicht bis zu 108 Truhen ausgeschwemmt werden. Dazu waren insgesamt 6 Arbeiter nötig. Bei der Ausförderung derselben Menge Laist mit Hunten wären 21 Truhener nötig gewesen.

Das Ausschwemmungsrinnwerk wurde aus 5,3 cm dicken Holzbrettern errichtet. Das rechteckige, offene Gerinne war 21,1 cm tief und 17,1 cm breit. Auf die Holzbretter wurden an den Stößen eiserne, wasserdichte Buchsen befestigt. Das Rinnwerk musste ein absolut gleichmäßiges Gefälle von 3 cm je 1,2 m Länge aufweisen, um ein sicheres Abfließen des Schlammes gewährleisten zu können. Der zum Ausschwemmen nötige Wasserzufluss lag bei 23,7 l/s oder 85,2 m³/h. Diese nicht unbedeutende Wassermenge konnte, ohne die Anwässerung in den Werken zu behindern, nur in 25 bis 30 Wochen pro Jahr aufgebracht werden. Bei dieser Wassermenge floss das Wasser mit dem Laistschlamm etwa 9 cm tief im Rinnwerk. Bei geringerer Wassertiefe setzte sich der Schlamm im Rinnwerk ab und 2 Mann mussten dieses wieder ausräumen.    

Kefer ließ bereits 1827 am Grabenbach eine Klause bauen, um die großen Wassermengen in der Grube zur Verfügung zu haben. Das in der Klause aufgestaute Wasser wurde über eine kurze obertägige Zuleitung und den ebenfalls neu errichteten Einwässerungschurf in den Elisabeth Stollen geleitet und über die bestehenden Schürfe zur Ausschwemmungsanlage im Maria Theresia Stollen gebracht. Das Wasser der Grabenbachklause konnte von nun an für die Zeit des Schlämmens aufgestaut und gespeichert werden.

Lageplan Klause Grabenbach und Einwässerungsschurf Elisabeth Stollen, Kefer, 1829, Archiv Salinen Austria

Aufriss mit Einwässerungsschurf Elisabeth Stollen, Kefer, 1834, Archiv Salinen Austria

Aufriss mit Wassereinleitung, Kefer, 1837, Archiv Salinen Austria

Die Probleme während des Schlämmens blieben nicht aus und waren schwer zu beherrschen. Trotz der Zerkleinerung des Laistes musste dieser meist langsam in das Gerinne eingeschaufelt werden, so dass in der Schicht manchmal nicht mehr als 36 Truhen ausgeschwemmt werden konnten. An Stellen mit geringem Gefälle setzte sich der Schlamm am Boden ab und die Schlammtrübe floss über.

Auf Dauer gesehen waren die Kosteneinsparungen dieses Verfahrens nicht sehr groß, da die Instandhaltung und Überwachung der Wasserzuleitungen sowie die des Rinnwerkes ständige Auslagen verursachten. Trotzdem blieb die nasse Laistförderung am Ischler Salzberg wegen der langen Hauptschachtrichten noch jahrelang bestehen. Erst die gesteigerte Leistungsfähigkeit der Hunteförderung auf eisenbeschlagenem Gestänge konnte die Kosten so weit senken, dass ab 1841 das Laistausschwemmung jede weitere Berechtigung verlor und somit nach 15 Jahren Betrieb eingestellt wurde.

Englische Wagen oder Riesenhunte:

Die ab 1841 von Schwind eingeführten größeren Hunte fassten mit 0,28 m³ Inhalt die doppelte Menge der älteren Spurnagelhunte. Bei diesen sogenannten „Englischen Wagen“ verwendete man schon Räder aus Gusseisen. Das Gestänge, auf dem die neuen Wagen liefen, bestand aus buchenen Kanthölzern, auf welchen in den Hauptstrecken dünnen eisernen Ruten aufgenagelt wurden. Bis etwa 1850 wurde in Ischl auf vielen Strecken mit den neuen Wagen und alten Hunten gleichzeitig gefördert, indem man das Gestänge für letztere zwischen das für erstere verlegt hatte.

Englischer Riesenhunt, um 1850, Archiv Salinen Austria

Schwind’sche Kübelkunst:

Als weitere Innovation bei der Werkssäuberung wurde bereits 1840 von Schwind die Kübelkunst, ein Wassertonnenaufzug, eingeführt. Die Kübelkunst bestand aus einem oben und unten über Scheiben gespannten Seil ohne Ende. An den entgegengesetzten Seiten des Seiles waren jeweils ein Förderkübel und ein Wasserkübel befestigt. Der Förderkübel wurde unten im Werk mit Laist und die Wassertonne oben mit Wasser befüllt. Das Wasser diente also als Betriebskraft um den gefüllten Laistkübel nach oben zu befördern. Die Wassertonne wurde im Werk unten wieder entleert. Der Fördervorgang konnte wieder von vorne beginnen. Die obere Seilscheibe war mit einer Bremsvorrichtung versehen. Die Hofkammer sah bereits 1841 die großen Vorteile der Kübelkunst. Man begann nun die alten Rollwehren in die neueren Dammwehren umzubauen, da die höheren Säuberungskosten der Dammwehren mit der Kübelkunst nicht mehr so schlagend wurden.

Die am Salzberge von Ischl im Jahre 1840 von Franz von Schwind eingeführte Kübelkunst hatte folgende Form:

Über dem am Schachtkopf („Püttenherd“) errichteten Gerüst war die mit der Welle fest verbundene Seil- und Bremsscheibe beweglich montiert. Ebenso war am Schachtfuß im Werk die zweite Seilscheibe in einer Hängebank beweglich angebracht. In der Seilspur dieser Scheiben bewegte sich das Seil ohne Ende, auf welchem zwei Kübelkränze befestigt waren, von welchen jeder abwechselnd einmal oben und unten anlangte, je nachdem das oben in die Wassertonne einfließende Wasser durch sein Übergewicht den im unteren Werksraum gefüllten Kübel auf der anderen Seite heraufzog.

Kübelkunst, Aigner, 1892

Kübelkunst, 1839, Archiv Salinen Austria

Im eisernen Kübelkranz war die Wassertonne um eine etwas über dem Schwerpunkt liegende Achse beweglich. Dadurch konnte diese mittels eines Strickes entleert werden, worauf das in den Werkssumpf entleerte Wasser durch eine Rohrleitung abfließen konnte. Oberhalb der Wassertonne war im Kübelkranz der Förderkübel angeordnet.

Um das Aneinanderstoßen der Kübelkränze zu vermeiden, wurden dieselben in Gleitbahnen geführt. Diese Gleitbahnen waren aus weichem Holz. An der inneren Seite war eine Nut eingehobelt, in welcher die am Kübelkranz befestigten vier Leitklötze liefen. Die am Kopf der Kübelkunst angeordnete Bremsvorrichtung bestand aus einem zweiteiligen Bremsreifen aus Schmiedeeisen, 0,5 cm dick und 10,5 cm breit, der auf die Seilscheibe wirkte.

Am Schachtkopf war ein Wassertrog aufgestellt, aus welchem das Wasser über eine Pipe mit einem Füllschlauch in die Wassertonne eingefüllt wurde.

Die Hängebank, in welcher die Seilscheibe unten im Sumpf lief, hob und senkte sich in den zwei äußeren Gleitbahnen mittels vier Leitklötzen wie an den Kübelkränzen.

Die Anschaffung und Aufstellung einer Kübelkunst belief sich auf 500 fl, die zeitweilige Überstellung zu einem anderen Schacht, dessen Werk in Säuberung kam, auf 300 fl.

Sanierung des Niedergangsrevieres:

10 Jahre nach dem Verbruch des Nefzer - Werkes im Josef Stollen ging 1849 auch der Himmel des vereinigten Monsberg - und Gerstorf - Werkes im Elisabeth Horizont nieder. Die Gefahr des Eindringens neuer Raubwässer in das Haselgebirge und des Einsturzes der ganzen Lagerkuppe bedrohte den Bestand des Ischler Salzberges. Das Oberamt fasste folgende Beschlüsse, die 1850 die Genehmigung des Ministeriums fanden:

Die am Elisabeth Horizont verbrochenen Werker Schlögel, Wolfen und Quix wären mit Werkslaist zu versetzen, der mittels Kübelkunst aus tieferen Horizonten gehoben werden konnte. Dazu sollte ein über drei Etagen reichender Schacht, zunächst vom Elisabeth - auf den Maria Theresia - Stollen abgeteuft werden.

Aufriss mit Niedergangsrevier und Werner Schacht, 1865, Archiv Salinen Austria

Bereits 1850 wurde mit dem Bau des Werner Schachtes begonnen. Dieser 105 m hohe Schacht wurde zwischen 1855 – 1857 zur Gänze ausgemauert.Anschließend wurde eine Schwind’sche Kübelkunst eingebaut, um den Werkslaist über den Werner Schacht als Versatz in die Verbruchsräume im Elisabeth Stollen bringen zu können.

Werner Schacht mit Kübelkunst, 1859, Archiv Salinen Austria

Werner Schacht, Befüllung Förderkübel mit Laist, Schachtfuß, 1859, Archiv Salinen Austria

Werner Schacht, Befüllung Wassertonne, Schachtkopf, 1859, Archiv Salinen Austria

Werner Schacht, Entleerung Förderkübel in Hunte, Schachtkopf, 1859, Archiv Salinen Austria

Werner Schacht, Entleerung Wassertonne, Schachtfuß, 1859, Archiv Salinen Austria

Da diese Sanierungsmaßnahmen sehr erfolgreich waren stellte Schwind 1862 einen weiteren Grundsatz auf: Kein Pfund Laist soll in Zukunft aus den Salzbergen zu Tage gefördert werden!“ Mit der von ihm eingeführten Kübelkunst war es nun möglich, mit dem Laistüberfluß junger, tiefer gelegener Werker dem Bedürfnis hochgelegener älterer Werker zu entsprechen, letztere nämlich mit dem Laist zu versetzen und damit weniger bruchgefährlich zu machen. Durch diesen zukunftsweisenden Ansatz konnte das, den Bestand des ganzen Ischler Salzberges gefährdende Bruchgebiet oberhalb des Elisabeth Stollens stabilisiert werden.

Zu diesem Zweck wurde die Kübelkunst mehrfach umgebaut und optimiert.

Umbau Kübelkunst, Aufriss, 1884, Archiv Salinen Austria

Umbau Kübelkunst, Seitenriss, 1884, Archiv Salinen Austria

Wiedererrichtung Portal Einwässerungsschurf:

Am 25. April 2020 wurde bei einer Geländebegehung spontan beschlossen, im Bereich des ehemaligen Einwässerungsschurfes eine Grabung zum Aufsuchen des Schurfportales durchzuführen. Bei der bereits am nächsten Tag gestarteten umfangreichen Suchgrabung wurde das Portal leider nicht gefunden, aber der Entschluss gefasst, dieses zu rekonstruieren. In zweitägiger Arbeit wurde der Plan erfolgreich umgesetzt und so eine weitere interessante Schaustelle am Via-Salis Rundweg geschaffen.

Einwässerungsschurf, Geländesituation mit Grundmauern der Stollenhütte, 2016, Archiv IGM

Einwässerungsschurf, Sanierungsarbeiten, 2020, Archiv IGM

Einwässerungsschurf, rekonstruiertes Portal, 2020, Archiv IGM

Verwendete Quellen:

August Aigner „Der Salzbergbau in den österreichischen Alpen“, Berg- und Hüttenmännisches Jahrbuch, Wien 1892

August Huysen „Salzbergbau und Salinenbetrieb in Österreich, Steiermark und Salzburg“, Berlin 1854

Anton Schauenstein „Denkbuch des österreichischen Berg- und Hüttenwesens“, Wien 1873

Anton Schernthaner „Beitrag zur Wässerungskunde bei den alpinen Salinen“, BHW, 1885

Carl Schraml „Das oberösterreichische Salinenwesen vom Beginne des 16. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts“, Wien 1932

Carl Schraml „Das oberösterreichische Salinenwesen von 1750 bis in die Zeit nach den Franzosenkriegen“, Wien 1934

Carl Schraml „Das oberösterreichische Salinenwesen von 1818 bis zum Ende des Salzamtes 1850“, Wien 1936