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125 Jahre Kaiser Franz Josef Jubiläumsweg 1898 – 2023


Anlässlich des 50 jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef im Jahre 1898 beschlossen die Mitglieder der Sektion Salzkammergut des Deutschen und Österreichischen Alpenvereines in der Generalversammlung 1897 die Errichtung einer Weganlage von Hinterstein nach Perneck.

Der knapp 3 Kilometer lange Weg sollte bei der Villa des Baron Widerhofer beginnen und über den Wagnerstein, Hütterstein und Äußeren Stein nach Perneck führen.

Als „Väter“ dieser Idee können die Gemeinderäte Johann Sarsteiner und Engelbert Schodterer genannt werden, welche sich auch bei der Umsetzung des Projektes sehr große Verdienste erworben haben.

Hotelier Johann Sarsteiner war ein großer Gönner von Ischl (Sarsteiner-Stiftungshaus, Nachlass für Museum). Er hatte auch die Idee zur Errichtung der „Jubiläumswarte“ am Jubiläumsweg, welche er auch großzügig finanzierte.

Der Goldschmied Engelbert Schodterer erwarb sich als Vizebürgermeister und später als Gemeinderat bleibende Verdienste für seine zweite Heimat Ischl. So gilt er als Schöpfer der „Wildenstein – Hochquellenleitung“ und eben auch des Kaiser – Jubiläumsweges“.

Die feierliche Eröffnung des „Kaiser – Jubiläumsweges“ erfolgte am 7. August 1898. Das Ischler Wochenblatt berichtet davon in der Ausgabe vom 14.08.1898 „ . . . nach den ausführlichen Festansprachen der anwesenden Ehrengäste und der musikalischen Umrahmung durch die Salinenmusikkapelle, schritt die Festveranstaltung zur Begehung der neu errichteten Weganlage. Bei einer Wand beim Hütterstein machte der Festzug Halt und las den in die Wand eingemeißelten Schriftzug „Gott erhalte unseren Kaiser!“ Am Plateau bei der lieblichen „Jubiläumwarte“ hatte der Wirt der Rettenbachmühle eine fliegende Schank eingerichtet, wo sich nun ein rauschendes Volksfest abspielte . . .“

Am 26. September 1899 hat Kaiser Franz Josef in Begleitung von Prinz Conrad von Bayern den Weg von Perneck nach Ischl begangen.

Zum 60 jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef im Jahre 1908 wurde der „Jubiläumsweg“ von einer Abzweigung bei der sog. „Hauser-Bless“ über die Niederradalpe bis auf die Hoisenradalpe weitergeführt.

Die „Jubiläumswarte“ war auch immer wieder auch Schauplatz von tragischen Ereignissen. So ereigneten sich dort mehrere Selbstmorde und Selbstmordversuche.

Der „Jubiläumsweg“ mit der schönen Aussicht beim „Jubiläumshüttl“ erfreut sich auch heute noch bei Einheimischen und Gästen, z.B. bei einer Wanderung aufs Hoisenrad großer Beliebtheit. Bei einer Wanderung auf der Via Salis / Soleleitungsweg von Bad Ischl nach Perneck bietet sich der Jubiläumsweg ebenfalls als idealer Rückweg an.

Die Interessengemeinschaft Mitterbergstollen stiftete zu diesem Jubiläum eine Gedenktafel. Diese wurde im Rahmen eines kleinen Festaktes vom Initiator Horst Feichtinger und Johannes Eberl vom Ischler Heimatverein beim „Jubiläumshüttl“ angebracht.

Für die Beistellung von Informationen und Bildmaterial bedanken wir uns bei DI Franz Federspiel und DI Heimo Schodterer.

Quellennachweis:

ANNO Historische Zeitungen Österreichische Nationalbibliothek


Jubiläumswarte eingewintert, Archiv Heimo Schodterer
Jubiläumswarte am Jubiläumsweg nach Perneck, 1903 Archiv DI Franz Federspiel

























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