22 Antonius Dicklberger Straße

Anton Dicklberger: Bergmeister vom Salzbergbau Ischl 

 

Biographie:

Anton Dicklberger, geboren 1780, verheiratet mit Gattin Walpurga, wohnte bis zu seinem Lebensende in Bad Ischl (erster Mieter des im Jahre 1813 erbauten Franz-Berghauses). Als Mann von eisernem Fleiße, gründlichem Wissen und reicher Erfahrung, wurde er 1808 zum Bergmeister am Ischler Salzberg berufen. In seiner Amtszeit unterrichtete er ohne besondere Entschädigung fünf Zöglinge (Bergschüler). Die Hofkammer wählte ihn als bergmännischen Sachverständigen zur Schätzung und Begutachtung verschiedener Bergwerke.

 

Dicklberger arbeitete jahrelang an seiner umfassenden Geschichte des oberösterreichischen Salinenwesens und hat sich dadurch ein bleibendes und ehrendes Denkmal gesetzt. Am 15. April 1817 konnte er das zweibändige Werk dem Salzamt vorlegen. Für sein verdienstvolles Wirken wurde ihm von der Hofkammer als allerhöchste Auszeichnung die mittlere goldene Zivilmedaille mit dem Öhr verliehen und in dankbarer Anerkennung seiner mühevollen Arbeit für die Erstellung der Salinengeschichte Oberösterreichs ein Ehrengeschenk von 50 Dukaten überreicht.

 

Mit zunehmendem Alter wurde er kränklich, begann 1836 einen einjährigen Erholungsurlaub, kehrte von diesem nicht mehr in den Dienst zurück und trat 1838 in den Ruhestand. Schon 1840 ist er verstorben. Seine Witwe ließ am Grab ein Monument in Latein-Inschrift aufstellen, welches in Deutsch folgenden Wortlaut enthält: „Hier ruht der ehrenwerte Herr Antonius Dicklberger, kaiserlich-königlicher Bergmeister der Ischler Salinen, best verdient und ausgezeichnet, der im 61. Lebensjahre am 22. Okt. 1840 fromm im Herrn entschlafen ist. Er ruhe in Frieden.“

Zu Ehren des verdienstvollen Bergmeisters hat das Stadtamt Bad Ischl im Jahr 2010 in der Ortschaft Eck eine Straße nach ihm benannt - „Antonius-Dicklberger-Straße“.

 

Thomas Nussbaumer aus Bad Ischl, ehem. Salinenangestellter, hat das Geschichtswerk in die heutige Schreibweise übertragen und als zweibändiges Werk, mit DVD der Originalausgabe, 2018 veröffentlicht.

Salinengeschichte Dickelberger.jpg